Beispielaufgabe Alkohol, Drogen & Abhängigkeit

Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zu alkoholbedingten Störungen treffen zu? 

Wählen Sie zwei Antworten!

A) Ein Delirium tremens bessert sich in der Regel rasch durch hochdosierte Vitamin c (Ascorbinsäure)-Gabe  

B) Die Wernecke-Enzephalopathie beruht auf einem Vitamin B1 (Thiamin)-Mangel

C) Spider naevi (Spinnennävi, Gefäßsternchen) auf der Haut sind ein möglicher Hinweis auf eine Leberzirrhose  

D) Die Alkoholhalluzinose ist gekennzeichnet durch ausgeprägte vegetative Symptome und Orientierungsstörungen 

E) Die Suizidrate ist bei Alkoholabhängigen eher geringer als bei der Allgemeinbevölkerung 

Antwort

Aussagen B und C sind richtig.

A. Ein Delirium tremens bessert sich nicht durch hochdosierte Vitamin C Gabe. Es handelt sich um einen Notfall. Das Delir entwickelt sich innerhalb von wenigen Stunden zum Vollbild und muss intensivmedizinisch behandelt werden.

B. Die Wernecke-Enzephalopathie ist eine Erkrankung, bei der es zu Läsionen (Einblutungen) im Gehirn aufgrund eines durch den chronischen Alkoholabusus bedingten Mangel an Vitamin B1 (Thiamin) kommt. Typisch ist der breite, schwankende Gang (Gangataxie), Bewusstseinsstörungen, Desorientiertheit und Augenmuskellähmungen (Ophthalmoplegie), horizontales Augenzittern (Nystagmus) oder Sehen von Doppelbildern (Diplopie). 

C. Spider naevi werden auch Lebersternchen genannt. Sie zählen zu den Leberhautzeichen und sind ein Indiz auf eine chronische Erkrankung der Leber wie die Zirrhose. 

D. Bei der Alkoholhalluzinose kommt es im Gegensatz zum Delir nicht zu ausgeprägten vegetativen Symptomen und Orientierungsstörungen. Die Halluzinose ist eine anhaltende psychotische Störung bei chronischem Alkoholkonsum mit vorwiegend akustischen Halluzinationen (Beschimpfungen, Bedrohungen) und einer ängstlich angespannten Grundstimmung mit Fluchttendenz

E. Suchterkrankte sowie Menschen mit schweren Depressionen und Schizophrenie zählen zu der Hauptrisikogruppe für Suizid. 

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